Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit einer Vielzahl von Patienten und Klienten ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hypnose bei Problemen sehr wirksam ist, relativ hoch, z.B. bei diversen Ängsten, Selbstwertproblemen, bei Nikotinabhängigkeit und Spielsucht. Bei Kindern ist Hypnose z.B. bei  Ängsten, Enuresis (Einnässen), Schlafstörungen und diversen Verhaltensstörungen gut anwendbar. Einige Beispiele will ich im folgenden etwas genauer vorstellen.

Ängste:

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Zunächst einmal sind Ängste, bis zu einem gewissen Grad, ein normales Gefühl und übernehmen eine wichtige Funktion, nämlich uns rechtzeitig vor Gefahren zu warnen. Allerdings können Ängste auch pathologische Muster annehmen, z.B. wenn wir uns vor Dingen fürchten, die rational betrachtet keine Gefahr darstellen.

Das Behandeln von Ängsten ist klassisches Betätigungsfeld in der Hypnosetherapie. Durch Hypnose ist es möglich, gezielt Ängste zu hemmen oder komplett abzubauen. Ich möchte dies im folgenden an zwei Beispielen aus meiner Praxis in Kurzform verdeutlichen.

Prüfungsangst: Eine Studentin war bei mir wegen Prüfungsängsten vorstellig. Obwohl sie sich jeweils sehr gut auf die Prüfung vorbereitete, gelang es ihr in der Prüfung aufgrund der Angst vor Prüfungen nicht, ihr erlerntes Wissen angemessen abzurufen bzw. anzuwenden. Ihre Angst entstand  bereits in der Grundschule.  Unter Hypnose gelang es, in den Moment der Entstehung ihrer Angst vorzudringen und diesen quasi neu zu erleben. Diesmal jedoch angstfrei. Es ging darum, die in der Grundschulzeit entstandenen Blockaden aufzulösen. Seither ist es für sie problemlos möglich, ihr Wissen in Prüfungen komplett abzurufen.

Höhenangst: Eine andere Patientin hatte Angst vor Höhen und vermied es deshalb, mit ihrem Freund klettern zu gehen, obwohl sie das gern getan hätte. Sie schaffte es nicht einmal, ohne Angst auf eine Leiter zu steigen. Nach einer einmaligen Hypnosesequenz von 20 min gelang es ihr bereits, ohne Angst auf die Leiter zu steigen.

Arachnophobie:

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Wer kennt sie nicht, die Angst vor kleinen, mittleren und großen Spinnen? Wenn Ihnen beim Anblick dieser Golden Orb Spinne ein flaues Gefühl durch die Magengegend geht und Sie förmlich ihren Angstschweiß riechen und spüren können, dann sollten Sie annehmen, dass Sie eine Arachnaphobie haben könnten. Erst recht dann, wenn Sie es z.B. vermeiden, in Länder zu reisen, in denen solche tropischen Spinnenarten zu Hause sind. Sollten Sie bereits die heimischen Spinnenarten fürchten und z.B. nicht in den Keller gehen, weil diese dort zu Hause sind, dann sollten Sie nicht zögern, denn Sie haben höchstwahrscheinlich eine handfeste Arachnophobie, welche sich erfolgreich mit Hypnose behandeln lässt.

Nikotinsucht und andere Süchte:

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Eine Klientin von mir rauchte seit mehr als 30 Jahren. Sie rauchte im Alter von 14 ihre erste Zigarette. Man muss wissen, je länger jemand raucht und je eher er begonnen hat, desto schwieriger ist es, aufzuhören. Nach einem längeren Vorgespräch entschied sie sich zu einer Hypnosebehandlung bei mir. Nach einer ersten mehrstündigen Behandlung beendete sie sofort nach der Behandlung für 3 Monate ohne Nebenwirkungen das Rauchen, fing jedoch aus einer Krisensituation heraus erneut wieder an. Für sie war es dennoch ein wichtiger Erfolg, da es ihr letztlich gelang, für mehrere Monate mit dem Rauchen aufzuhören, was für sie zuvor unvorstellbar war. Nach einer erneuten Behandlung bei mir ist sie rauchfrei.

Kinder:

Kinder lassen sich in der Regel vorbehaltlos auf Hypnose ein, was dem Erfolg der Behandlung zugute kommt. Die Behandlung erfordert grundsätzlich das Einverständnis der Eltern. Meine Empfehlung ist es, dass bei Kindern und Jugendlichen  Hypnose nur von speziell ausgebildeten Fachleuten (z.B. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) mit entsprechender zusätzlicher Hypnoseausbildung durchgeführt werden sollte.

Weitere Anwendungsgebiete sind: 
  • Flugangst, Panikattacken
  • Trauer- und Trauma-Bewältigung
  • Selbstwertstörungen, Depressionen, Beeinträchtigung der Lebensfreude, Antriebsstörungen, Mutlosigkeit
  • Burnout – Syndrom, Überforderung, Stresssymptome
  • Unterstützung der Selbstentwicklung in allen Lebensbereichen
  • Schmerztherapie